Erschöpfung und Burnout

Immer mehr Menschen leiden heutzutage unter Stress und dessen Folgen.

Dies äußert sich in ständiger Zeitnot, inneren Druck, Überforderung und Frust. Dauerhaft anhaltender Stress führt zu psychischer und körperlicher Erschöpfung. CFS (chronische Müdigkeit) oder Burnout können die Folge sein.

 

Laut Statistik gibt nur 1/3 der deutschen Berufstätigen an, nicht unter arbeitsbedingten körperlichen bzw. psychischen Beschwerden zu leiden.

Ursachen


Mögliche Ursachen sind die hohen Anforderungen, Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit über Handy oder Emails. Multitasking ist an der Tagesordnung

und erzeugt längerfristig Frust. Ein wichtiger Faktor ist der Stress, der von außen einwirkt

 

Die Modernisierungsspirale, die ständige Veränderung von Arbeitsprozessen und eine

Steigerung des Arbeitstempos wird erwartet. In immer kürzeren Abständen wird

umstrukturiert, Arbeitsabläufe optimiert usw. Die Mehrfachbelastung durch Beruf

und Familie führt zu Stress und Erschöpfung.

 

Besonders Frauen, die den Wunsch haben, auf allen Ebenen perfekt zu sein und es

allen recht machen zu wollen, sind stark gefährdet, dass der Stress chronisch wird

und ein Burnout entsteht.

Was passiert im Körper bei dauerhaften Stress?


Unser vegetatives Nervensystem reagiert und setzt Stresshormone frei. Ein wichtiges

Stresshormon ist Cortisol, welches in der Nebenniere gebildet wird. In Stresssituationen

bewirkt es das Ansteigen des Blutdrucks und des Blutzuckers, um mehr Energie zu haben.

 

Verdauungsorgane werden vermindert durchblutet. Dieser Mechanismus war früher

wichtig, um bei Gefahr schnell flüchten zu können. Für unsere Vorfahren war dies von

sehr großer Bedeutung, um überleben zu können.

Hormone und Stress


Kommt es immer wieder zu Stress, wird immer wieder Cortisol ausgeschüttet, findet

immer wieder die o.g. Reaktion statt. Es kommt dauerhaft zu hohem Blutdruck,

erhöhtem Blutzucker und zu Verdauungsstörungen bedingt durch die verminderte

Durchblutung.

 

Des Weiteren bewirkt Cortisol eine Dämpfung des Immunsystems, so dass es zu

verstärkter Infektanfälligkeit kommen kann.

Dauerhafter Stress erschöpft die Cortisolproduktion in der Nebenniere. Die Folgen

sind Müdigkeit, Schwäche und viele körperliche Beschwerden.

 

Jede einzelne zu bewältigende Aufgabe stellt eine enorme Überwindung dar, um

sie zu bewältigen.

gestörter Schlaf

Andere Hormone werden durch Cortisolausschüttung beeinflusst. Melatonin wird

vermehrt ausgeschüttet und ist wichtig für die Immunfunktion und für den Schlaf-

und Wachrhythmus.

 

Melatonin wird wiederum aus Serotonin, unserem Glückshormon gebildet.

Fehlt Serotonin, kommt es zu einem Mangel an Melatonin, zu Schlafstörungen,

depressiven Verstimmungen und verminderten Antrieb.

 

Wichtig ist es, rechtzeitig etwas zu unternehmen, bevor es immer schwieriger und

langwieriger zu behandeln ist.

 

Möglichkeiten in der Behandlung bieten die Akupunktur, Pflanzenheilkunde und die

Homöopathie Auch begleitend ist dies möglich, wenn bereits medizinische,

psychologische Behandlungen erfolgt oder gerade notwendig sind.


1.Behandlung mit Akupunktur/ TCM


Die Akupunktur soll dabei unterstützen, den Körper wieder aufzubauen. Sie gleicht Ungleichgewichte aus, soll den Körper in die Entspannung bringen, den Geist beruhigen und Kräfte wieder aufbauen.

Leber- Qi Stau

Hohe Ansprüche an sich selbst und der entsprechende Druck von außen z.B. Zeitdruck kombiniert mit dem inneren Druck, seinen Ansprüchen gerecht werden zu wollen, führen zur Blockierung des Leber Qi Fluss.

 

Symptome wie Reizbarkeit mit starken Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit bis Depression können auftreten. Ebenso weitere körperliche Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Kloßgefühl in der Kehle und Spannungsgefühl im Brustkorb.

Nierenschwäche

Eine gesunde Nierenenergie sorgt für Vitalität und Durchhaltevermögen. Wenn das

Nieren Qi sich immer mehr erschöpft, kann das zuerst zu Getriebenheit, Überaktivität,

Rastlosigkeit und später zu Energielosigkeit, Schwäche, Antriebsmangel, Unsicherheit

und zu einer Depression führen.

 

Zahlreiche andere Symptome wie Tinitus, Rückenschmerzen, Infektanfälligkeit,

Unfruchtbarkeit können noch dazu kommen.

Die Akupunktur hilft, das Qi wieder aufzubauen und in Kombination mit Heilpflanzen

die Niere zu stärken. Sie verhilft dem Körper, in die Ruhe und Entspannung zu kommen.

Herz Qi- Schwäche

Ein gesundes Herz Qi sorgt dafür, einen klaren Geist zu haben, Interesse am Austausch

und der Kommunikation mit anderen Menschen zu haben sowie Freude und Liebe zu

empfinden.

 

Ist das Herz Qi geschwächt, empfindet der Mensch wenig oder gar keine Freude,

ist lustlos und hat keinen Antrieb und Interesse an anderen Dingen. Er verhärtet

innerlich und verschließt sein Herz.

Auf der körperlichen Ebene kann Herzklopfen, Beklemmungen und Schlafstörungen

hinzukommen.



2. Behandlung mit Homöopathie

Die Homöopathie sieht den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist. Psychische und geistige Befindlichkeiten haben Einfluss auf den Körper und umgekehrt. In der Behandlung heißt das der Mensch wird behandelt nicht nur das Symptom.

 

Ihre Wirkung beruht darauf die Selbstregulation des Organismus anzuregen, um damit z.B. die Vitalität und Belastbarkeit des Einzelnen zu stärken. Sie kann dabei helfen, den aus dem Rhythmus geratenen Körper zu

harmonisieren, Schlaf- und Wachrhythmus zu regulieren sowie Atmung und Herz in Einklang u bringen.



3. Behandlung mit Pflanzenheilkunde

Heilpflanzen können den Körper in die Entspannung bringen und im seelischen Bereich

ausgleichend wirken. Sie können Körperfunktionen regulieren und stärken sowie

hormonelle Schwankungen ausgleichen.

4. weitere Maßnahmen


Eine Änderung des Lebensstils wie ausreichend Schlaf, gesundes Essen, Zeit für

Entspannung und Erholung unterstützen die Behandlung. Entspannungstechniken

wie z.B. Meditation, Achtsamkeitsübungen, autogenes Training bringen mehr

Bewusstsein für sich und seinen Körper.

Leichter Ausdauersport stärkt nicht nur Herz und Kreislauf sondern Stresshormone

werden abgebaut und Glückshormone werden ausgeschüttet.