Akupunktur

Das Qi (Lebensenergie) fließt in unserem Körper in Leitbahnen, die äußerlich unsichtbar sind.

Blockiertes Qi

Wenn Qi blockiert ist, kann es z.B. zu Schmerzen, Verdauungsproblemen und innerer Anspannung kommen. Mit Akupunktur können Ihre Blockaden ge­löst werden, die Energie kann fließen und somit können Ihre Beschwerden ge­lin­dert werden bzw. ganz verschwinden.

Aktivierung vieler Hormone

Die Akupunktur aktiviert die Produktion bzw. Regulation vieler Hormone z.B. Serotonin, Cortison und Dopamin. Serotonin ist ein Glückshormon. Es hebt die Stimmung und macht glücklich. Körpereigenes Cortison lindert Entzün­dungen und Dopamin lindert Schmerzen.


Positiver Einfluss auf das vegetative Nervensystem

Durch die Akupunktur wird Ihr vegetatives Nervensystem beeinflusst, so können z.B. Schmerz, Anspannung, gestauter Ärger ausgeleitet werden und Sie fühlen sich entspannter und freudiger.

Grundlage für eine erfolgversprechende Behandlung bildet eine Anamnese und die chinesische Puls- und Zungendiagnose.



Typische Anwendungen für Akupunktur

  • Rückenschmerzen (Ischias, Lumbago, Halswirbelsäule, Nervenwurzelsyndrome)
  • Gelenkschmerzen z.B. Knie, Schulter, Ellenbogen, Hüfte)
  • Erschöpfung
  • Infektanfälligkeit
  • Asthma
  • Allergien
  • Heuschnupfen
  • Magen- Darmerkrankungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Hautkrankheiten
  • Schwindel, Morbus Meniere
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Ängste
  • depressive Verstimmung
  • Konzentrationsstörungen
  • Kreislauferkrankungen
  • Menstruation (PMS, Schmerzen, starke Blutung)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • chron. Nasennebenhöhlenentzündung
  • Kinderwunsch
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • Tinitus, Hörsturz
  • chronische Blasenentzündung
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion
  • Rheuma, Morbus Bechterew


Entstehung der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Ursprünge der traditionellen Medizin beginnen vor ca. 2000 Jahren. Ent­schei­denden Einfluss auf die Entwicklung der TCM hatten der Konfu­zia­nis­mus und Daoismus.

 

Der Konfuzianismus war eine soziale Staatsform unter dem Kaiser. Die Lehre des Konfu­zianismus war geprägt von Werten wie Anstand, Aufrichtigkeit, Güte, Gerechtigkeit und Weisheit.

Unmoralisches Verhalten wurde als Krankheitsursache verstanden. Das führte zu einer entsprechenden Gesundheitsvorsorge.


Fünf Wandlungsphasen – Einteilung der Organe

Jeder hatte seine festgelegten Aufgaben entsprechend seines Ranges in Würde zu erledigen und Verantwortung zu übernehmen. Das System der 5 Wandlungs­phasen – ein Konzept der TCM – nahm seinen Anfang.

Die Organe werden in Minister, Herrscher, Beamte etc. unterteilt.

Die Lehre des Qi, der Lebensenergie, die durch unseren Körper fließt, entstand.


Daoismus und der konfuzianische Gedanke

Im Daoismus ist der konfuzianische Gedanke enthalten, z.B. ehrenhaftes Ver­hal­ten.

Laozi, der Begründer des Daoismus, ging davon aus, dass der Mensch, wenn er sich einer höheren Ordnung (Kosmos, Natur) unterwirft, sein persönliches Gleich­gewicht finden wird. Der Einzelne sollte nicht in naturgegebene Kreis­läufe eingreifen sondern im Fluss mit ihnen leben.

 

Die Annahme war, dass wie alt ein Mensch wird, von seiner Lebensführung abhängt. Sie strebten nach dem Ziel, 100-120 Jahre alt zu werden in bester körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit.

Das führte zu einer entsprechenden Gesundheitsvorsorge.

Eine gesunde Ernährung, Entspannungstechniken, Qigong und Heilpflanzen sollten Ihnen dazu verhelfen.


Grundlagen der TCM

Aus der Zeit des Daoismus ging ein Klassiker, das Huangdi Neijing, das Grund­lagen­werk der chinesischen Medizin hervor. Das ist nicht ein Buch sondern ein Werk, das über Jahrhunderte entstand und heute noch Bestandteil des Stu­di­ums der TCM ist.

Dort steht z.B., dass der Mensch dem Gesetz von Yin und Yang nicht ent­kom­men kann, um dauerhaft gesund zu bleiben.

Dysbalancen ausgleichen

Es ging darum, die Gesundheit zu stärken und rechtzeitig vorzubeugen bei klein­ster Dysbalance.

Das Huangdi Neijing enthält viele Grundlagen der TCM. Themen wie der Fluss, die Verteilung des Qi im Körper, Krankheitsursachen, Diagnostik und Symptome von Krankheiten.

Krankheitsursachen sind z.B. bioklimatische Faktoren wie Hitze, Kälte, Feuchtig­keit, Trockenheit und Wind, die in den Körper eingedrungen sind und zu Krank­hei­ten führen können.

 

Zur Diagnose in der TCM/Akupunktur gehören neben der Anamnese die Puls- und Zungendiagnose. Sie treffen Aussagen über den Fluss des Qi, die Verteilung von Körperflüssigkeiten, das Blut und den Energiezustand innerer Organe.


Yin und Yang und die fünf Elemente

Um die TCM zu verstehen und entsprechend danach zu behandeln, ist es wichtig, sich auf eine andere Denkweise als üblich einzustellen. Die westliche Kultur analysiert die Dinge zu immer kleineren Einheiten bzw. Einzelteilen.

In der TCM wird das Ganze betrachtet und die Beziehungen zueinander und im großen Zusammen­hang.

Ein Konzept zur Behandlung von Krankheiten mit Akupunktur ist das Zusam­men­spiel von Yin und Yang. Beide Anteile sind gegensätzlich und sollten zu­ein­ander in Harmonie sein. In der TCM bedeutet diese Harmonie Gesundheit.


Tag- und Nacht-Prinzip

Alle Phänomene der Natur, Umwelt etc. werden dem Yin und Yang zugeordnet.

Ein Beispiel dafür ist der Tag- und Nachtrhythmus. Der Tag ist Yang und die Nacht ist Yin.

Dieser Zustand ist nicht statisch sondern er verändert sich ständig. Nach dem Tag kommt die Nacht und umgekehrt.

Am Tag ist der Mensch i.d.R. aktiv. Aktivität wird dem Yang zugeordnet. In der Nacht schläft der Mensch und befindet sich damit im Yin-Zustand.

 

Wenn z.B. ein Mensch über einen längeren Zeitraum ununterbrochen aktiv ist (Ar­beit), ohne Pausen und noch in die Nacht hinein, folgt er nicht den kosmischen Zyklen.

Yin und Yang kommen aus dem Gleichgewicht und es kommt zu einer Dys­har­mo­nie im Körper und im Geist. Daraus können Beschwerden bzw. Krank­heiten entstehen.

In dem Falle überwiegt Yang und es können Hitzesymptome wie z.B. Rast­losig­keit, Schlaflosigkeit, Verstopfung und starke Schmerzen auftreten. Die Behand­lung konzentriert sich darauf, z.B. durch entsprechende Akupunk­turpunkte, das Yin und Yang-Gleichgewicht wieder herzustellen.


Die 5 Elemente

Eine weitere Grundlage in der Behandlung der TCM ist das Konzept von den 5 Elementen bzw. den 5 Wandlungsphasen. Die 5 Elemente sind Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer.

Den einzelnen Elementen sind z.B. die verschiedenen Jahreszeiten, Emotionen, Geschmäcker, bioklimatische Faktoren wie Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit u.v.m. zugeordnet.


Zuordnung der Organe zu den 5 Elementen

Ebenso sind Organkreisläufe den einzelnen Elementen zugeordnet, z.B. zur Erde gehören der Magen, die Milz und die Bauchspeicheldrüse.

Die einzelnen Elemente brauchen und bedingen sich gegenseitig. Das Holz z.B.nährt das Feuer (ohne Holz kann ein Feuer nicht brennen). Das Feuer nährt die Erde durch die Asche, die beim Verbrennen entsteht. Diese Aspekte zeigen, dass die Elemente voneinander abhängen, d.h. ohne Holz gibt es kein Feuer.

Man spricht dann von der Mutter-Kind-Regel. Therapeutisch bedeutet dies folgendes: Wenn das Kind schwach ist (Feuer), muss die Mutter (Holz) gestärkt werden, z.B. durch entsprechende Akupunkturpunkte.


Kontrollzyklus innerhalb der Elemente

Es gibt noch einen weiteren Zyklus innerhalb der Elemente, den Kontrollzyklus. Dabei geht die Ursache der Beschwerde von der Großmutter des betreffenden Elements aus. Die Beschwerden sind z.B. Verdauungsstörungen, Durchfall, Blähungen. Element Erde (Magen/ Milz) ist betroffen.

 

Die Ursache für die Verdauungsbeschwerden kann aber im Holzelement liegen. Innere Frustration, Ärger, starke Anspannung etc. können zu Verdauungs­be­schwer­den führen.

Die Behandlung erfolgt über das Element Holz, um die Verdauung zu regulieren.